Veranstaltungsdetail
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Mittwoch, 26.11.2014
18:00 - 20:00 Uhr
Landesmuseum
Vortrag
«Die Ernährungskrise» – Ursachen und Empfehlungen
Mit Dr. Hans Rudolf Herren, Präsident der Stiftung Biovision
und Träger des «Alternativen Nobelpreises» 2013


Im Rahmen der Ausstellung „Wir essen die Welt“ wird am Mittwoch, 26. November 2014, um 18:00 Uhr der Träger des Alternativen Nobelpreises, Dr. Hans Rudolf Herren, im Liechtensteinischen Landesmuseum über Lösungen im Kampf gegen Hunger und Armut referieren.

„Business as usual ist keine Option, wenn es um die Zukunft von Landwirtschaft und Nahrungssystemen geht“, sagt Hans Rudolf Herren, Präsident der Stiftung Biovision. Heute werden auf unserem Planeten pro Kopf und Tag rund 4‘600 Kalorien an Nahrung produziert – rund doppelt so viel wie wir benötigen. Trotzdem leiden 840 Millionen Menschen an Hunger. Für Herren gibt es dafür vielversprechende Lösungswege: Mit einer nachhaltigen ökologischen Landwirtschaft, basierend auf gut unterstützten Kleinbäuerinnen und Kleinbauern (die schon heute weltweit über 70 % der Nahrungsmittel produzieren) und primär lokal organisierten Verteilsystemen, müsste auch bei einer für 2050 erwarteten Weltbevölkerung von über 9 Milliarden Menschen niemand mehr Hunger leiden. Dabei stützt sich Herren auf die Erkenntnisse des 2008 erschienenen Weltagrarberichts, dessen Co-Vorsitzender er war und an dem über 400 Wissenschaftler aus aller Welt mitarbeiteten. In seinem Referat wird Hans Rudolf Herren konkrete Wege aufzeigen, wie wir Hunger und Armut effektiv bekämpfen können.

Hans Rudolf Herren ist Experte in der biologischen Schädlingsbekämpfung und lebte 27 Jahre in Afrika. 1995 erhielt er als erster und bisher einziger Schweizer den Welternährungspreis für seine beispiellose Kampagne gegen einen Maniokschädling in Afrika, mit der er eine Hungersnot verhinderte, von der 20 Millionen Menschen bedroht gewesen wären.
Die Ausstellung „Wir essen die Welt“ von Helvetas ist in Kooperation mit dem Liechtensteinischen Entwicklungsdienst (LED) bis zum 22. Februar 2015 im Liechtensteinischen Landesmuseum zu sehen.



Dr. Hans Rudolf Herren, Träger des Alternativen Nobelpreises. © Hans Rudolf Herren.