Veranstaltungsdetail
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Mittwoch, 03.12.2014
18:00 - 20:00 Uhr
Landesmuseum
Konzert
Flötissimo – Die Klasse von Prof. Philippe Bernold, Paris
Querflötenkonzert der VIRTUOSO-Reihe
Mit der Internationalen Musikakademie im Fürstentum Liechtenstein


Das zweite VIRTUOSO-Konzert der Saison 2014/15 am 3. Dezember steht ganz im Zeichen der Querflöte. Den Kammermusikabend im Landesmuseum Vaduz bestreiten Studenten Prof. Philippe Bernolds, dessen Intensiv-Woche an der Internationalen Musikakademie im Fürstentum Liechtenstein von der Thea Keeler Stiftung ermöglicht wird.
Durch regionale Konzert- und Festivaleinladungen bereits bekannte wie auch im Dreiländereck debütierende Jungmusiker geben in unterschiedlichsten Formationen Querflötenstücke aus verschiedenen Epochen zum Besten. Mitwirkende Künstler sind Eva-Nina Kozmus und Robert Pogorilić (Slowenien), Veronika Blachuta (Österreich), Javier Rodriguez (Venezuela), Lucija Stilinovic (Kroatien) und Nikolai Song (Singapur).

Als Solist und Professor für Kammermusik und Querflöte in Paris bzw. Lyon äusserst geschätzt, ist Philippe Bernold 2014/15 bereits das vierte Mal Gastprofessor Liechtenstein. 2014 musizierte er zudem als Solist mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein. Sein Sieg bei der Jean-Pierre Rampal International Flute Competition 1987 ebnete ihm den Weg zu einer internationalen Musikerkarriere. Philippe Bernold genoss Zusammenarbeiten mit renommierten Dirigenten wie Semyon Bychkov, John Eliot Gardiner, Mstislaw Rostropowitsch, Lorin Maazel, Sir Yehudi Menuhin und namhaften Orchestern. Er absolvierte u.a. Auftritte in der Royal Festival Hall, im Théâtre du Châtelet, am Tschaikowski Konservatorium, in der Philharmonie Köln, im Tokioter Bunka Kaikan und Seoul Arts Center. Mit Leidenschaft widmet er sich auch dem Dirigieren. Er gründete sein eigenes Ensemble und leitete Konzerte mit der Sinfonia Varsovia, dem Simon Bolivar Orchestra, dem Ensemble Orchestral de Paris u.v.m. Philippe Bernold realisierte über 20 Einspielungen für Harmonia Mundi, EMI und zahlreiche andere Labels.

Die Wienerin Veronika Blachuta (1993) ist bereits die dritte Saison Stipendiatin an der Internationalen Musikakademie im Fürstentum Liechtenstein. Zusätzlich studiert sie seit 2011 an der Universität Mozarteum Salzburg. Orchester- und Solokonzerte absolvierte Veronika Blachuta in Europa, Japan und China. Die junge Musikerin war Erstplatzierte bei „Prima la Musica“ (Österreich), beim „Internationalen Petar Konjovic Wettbewerb“ (Serbien) und beim internationa-len Rundfunkwettbewerb „Concertino Praga“ (Tschechien). 2011 gewann sie das österreichische Auswahlspiel von „Musica Juventutis“ und debütierte 2012 im Wiener Konzerthaus.

Eva-Nina Kozmus (1994) ist langjährige Stipendiatin der Musikakademie und in der Region bereits mehrfach aufgetreten, zuletzt beim NEXT GENERATION 4. Classic Festival in Bad Ragaz. Als einzige Slowenin gewann sie den renommierten Eurovisionswettbewerb für junge Musiker (2010). Derzeit studiert sie am Conservatoire national supérieur musique et danse de Lyon, Meisterkurse belegte sie u.a. bei Koryphäen wie Emmanuel Pahud oder James Galway. Die Zwanzigjährige lebt eigenen Aussagen nach „mehr mit der Musik als für die Musik“ und erfreut sich reger Konzerttätigkeit als Orchester- und Kammermusikerin. Solistisch trat Eva-Nina Kozmus u.a. mit dem RTV Slovenija Symphony Orchestra, Sinfonieorchester Liechtenstein, RSO Wien oder dem Sarajevo Philharmonic Orchestra unter Cornelius Meister, Florian Krumpöck, Vladimir Spivakov u.A. auf.

Robert Pogorilić wurde 1995 in Slowenien geboren und studiert derzeit an der Haute Ecole de Musique de Lausanne. Seit 2010 nimmt er an Wettbewerben teil, wo er sich viele erste und zweite Preise sichern konnte. Er war Mitglied im Symphonieorchester des Konservatoriums Ljubljana und trat mit dem Orchester der Slowenischen Philharmonie auch solistisch auf.

Die Kroatin Lucija Stilinovic (1995) hat sich bei allen wichtigen Musikwettbewerbe ihrer Heimat an vorderster Stelle ausgezeichnet und wurde von Philippe Bernold persönlich eingeladen, am „Flötissimo“-Konzert mitzuwirken.

Der venezolanische Flötist Javier Rodriguez (1992) studiert Querflöte am Conservatoire National Supérieur de Musique et Danse de Lyon. Mit elf Jahren erhielt er durch einen Wettbe-werbssieg sein erstes Orchesterengagement, kurz darauf gab er sein Solo-Debüt. Als Mitglied des Jugendorchesterverbands “El Sistema” spielte er mit Ensembles wie San Sebastian, Ciudad Guayana, Simón Bolívar oder Teresa Carreño in zahlreichen Ländern Amerikas und Europas. Mit Letzterem musizierte Javier Rodriguez unter Sir Simon Rattle, Rafael Frühbeck de Burgos oder Gustavo Dudamel und gastierte auf der Europatournee beim Beethovenfest Bonn, im Wiener Konzerthaus, Concertgebouw Amsterdam, Auditorio National de Musica, in der Royal Festival Hall und Berliner Philharmonie.

Nikolai Song (2002) aus Singapur ist der jüngste Gastsolist des Abends. Der häufig als Wunderkind bezeichnete Flötist erlernte sein Instrument im Alter von fünf Jahren und machte bereits wenig später bei Musikwettbewerben von sich reden. Im Februar 2015 wird er beim Festival NEXT GENERATION als Solist mit dem Kammerorchester der Internationalen Musikakademie im Fürstentum Liechtenstein auftreten.

Der Konzerteintritt ist frei. Kollekte erwünscht. Das nächste VIRTUOSO-Konzert „Cellissimo“ findet am 25. Februar 2015 um 18 Uhr statt. Studenten und Studentinnen von Prof. Jens Peter Maintz präsentieren einen Querschnitt durch die Celloliteratur im Landesmuseum Vaduz.