Veranstaltungsdetail
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Dienstag, 13.11.2012
18:00 Uhr
Landesmuseum
Abendveranstaltung
Ein Abend mit ... Dieter Falk.
Der Astro-Philatelist der ersten Stunde erzählt über die Post im Weltraum.


Liechtensteiner Volksblatt - 15. November 2012 (pdf, 0.9 MB)

Dieter Falk, Mitglied der Gesellschaft der Weltall-Philatelisten, Zürich, ist ein ausgezeichneter Sachverständiger und Sammler von „Weltraum-Post“. Seine Leidenschaft und vor allem seine Ausdauer, zuerst mit Sammlern und dann mit den Kosmonauten in Briefkontakt zu kommen, war der Erfolg seines Hobbys, der Astro-Philatelie. Zahlreiche Briefe sind von ihm in die damalige DDR und Sowjetunion geschickt worden, bis die angeschriebenen Adressaten sich einmal melden durften oder konnten. So entstanden über Jahrzehnte einige bemerkenswerte (Brief-)Freundschaften. Später wurden die Briefe von Dieter Falk direkt zum Arbeitsort der Kosmonauten in den Weltraum weitergeleitet. Denn es gab in verschiedenen früheren Raumstationen, wie auch heute in der Raumstation ISS (International Space Station), bereits offizielle Postbeamte und auch Postbüros mit amtlichen Poststempeln. So hat Dieter Falk in seinem irdischen Briefkasten wiederum ausserirdische Post vorgefunden.

Gleichzeitig mit dieser Abendveranstaltung wird der zweite Teil der Ausstellung „Astrophilatelie“ im Postmuseum eröffnet. Die Besucherinnen und Besucher können noch bis zum 20. Januar 2013 von der Gesellschaft der Weltall-Philatelisten (GWP) zur Verfügung gestellte charakteristische und besondere Belege der Astrophilatelie bewundern. Gezeigt werden u.a. Exponate zum Thema Apollo-Programm (bemannte Mondmissionen) sowie sogenannte Bordpost – Briefe, die an / in Raumstationen geschrieben, signiert und abgestempelt wurden.

Als besondere Highlights werden an der Abendveranstaltung vom 13. November drei der berühmten, von der Apollo-15-Mission auf den Mond transportierten Briefe („Mondbriefe“) sowie, aus der Sammlung des Landesmuseums, fünf Originalstücke Mondgestein und zwei liechtensteinische Flaggen, die reell bei der ersten (Apollo 11) und letzten (Apollo 17) Mondfahrt auf dem Mond waren, präsentiert. Diese Geschenke des damaligen amerikanischen Präsidenten Richard Nixon aus den Jahren 1970 bzw. 1973 an Liechtenstein können bis zum 25. November besichtigt werden. Mit den Mondsteinen und liechtensteinischen Flaggen auf dem Mond würdigten die USA den Beitrag des liechtensteinischen Industrie-Unternehmens Balzers AG (heute Teil der OC Oerlikon) zur bemannten Mondfahrt. Die in der Vakuumtechnik und der Fertigung von dünnen Schutzschichten weltweit führende Balzers AG hatte wichtige Komponenten für das Apollo-Programm geliefert.

Neben dem Vortrag von Dieter Falk stehen am kommenden Dienstag noch weitere, kurze Referate auf dem Programm: Christian Schmied spricht über das Exponat „Der erste Mensch betritt den Mond“. Der Besitzer der drei gezeigten Mondbriefe, Charles Keller, stellt diese faszinierenden Objekte vor. Rainer Vollkommer, Direktor des Landesmuseums, präsentiert das liechtensteinische Mondgestein. Rudolf Mohr erläutert die Modelle aus seiner Sammlung, die an der Ausstellung zu sehen sind.

Der Anlass beginnt um 18.00 Uhr im Postmuseum und endet im Hauptsitz des Landesmuseums.